Chronik
Die Weiterbildung "Pflege des krebskranken, chronisch-kranken Menschen" am Universitätsklinikum Heidelberg hat eine noch sehr junge Geschichte. Die aufgezeigte Entstehungsgeschichte bezieht sich nicht nur auf die Situation am Universitätsklinikum Heidelberg, sondern ist eng verknüpft mit der Etablierung der onkologischen Fachpflege in Deutschland und möchte die Notwendigkeit von weitergebildetem Personal in der Pflege krebskranker Menschen ausdrücklich betonen.
09/2011 | Am 12. September startet der 15. zweijährige berufsbegleitende Kurs fast genau 20 Jahre nachdem diese Weiterbildungsstätte erstmalig staatlich anerkannt wurde. |
09/2011 | Mit dem 15. Kurs wird das pädagogische Team der Weiterbildung um Mirko Laux erweitert. |
06/2011 | Die Studienfahrt des Kurses 10/12 ging nach Zürich/Schweiz mit einem Besuch des Universitätsspitals und der Fachhochschule Careum. Am stärksten diskutiert wurden die Themenbereiche: Qualifizierung onkologisch Pflegender in der Schweiz, das Karrieremodell am Universitätsspital Zürich, das Aufgaben-spektrum Pflegender in der Onkologie, Personalermittlung und Personalbe-setzung in der onkologischen Pflege, Organisation der onkologischen Tagesklinik und Sterbehilfe in der Schweiz. |
06/2011 | Am 1. Juni wird der 14. zweijährige berufsbegleitende Kurs begrüßt. In diesem Kurs beginnen erstmals auch zwei Altenpfleger die Weiterbildung. Dies ist einmalig in ganz Deutschland, dass Altenpfleger diese Weiterbildung absolvieren. |
04/2011 | Projekt "KoMPASS Nurse" zur patientenzentrierten Kommunikation wird in der Weiterbildung angeboten (siehe Anlage) |
06/2010 | Der Kurs 09/11 unternimmt eine Studienfahrt nach Utrecht in Holland. Highlights sind: Casemanagement, Betreuungskontinuität, Teamarbeit, Status der Pflege, Onkologische Pflegeforschung, Pflegepersonalbesetzung, Tätigkeitsspektrum spezialisierter Pflegender in Onkologie, Snouzelenkammer und Studiengang Nurse Pracitioner. |
02/2010 | Julia Knauber vom Kurs 07/09 wird beim 29. Deutschen Krebskongress der dritte Preis des Onkologischen Pflegepreis 2010 überreicht. |
02/2009 | Die Tarifpartner der Uniklinika Baden-Württembergs beschließen eine Tariferhöhung für Pflegende mit dieser Weiterbildung von E 7a auf E 9 a im TV-UK. Dies sind Erhöhungen von 252 - 289 € brutto, je nach Stufe. Zusätzlich werden 100 € Belastungszulage für die besondere Belastungs-situation verabschiedet. Dieser Erfolg kann unter anderem auf eine Petition der Teilnehmenden dieser Weiterbildung zurückgeführt werden (siehe Anlage). |
06/2008 | Mit Beginn des 11. zweijährigen berufsbegleitenden Kurses bekommt die Weiterbildungsstätte zwei zusätzliche Mitarbeiterinnen, Cordula Beisel und Anja Rohleder. |
02/2008 | Anja Rohleder vom Kurs 05/07 hat beim 28. Deutschen Krebskongress den Onkologischen Pflegepreis 2008 gewonnen. |
09/2004 | Kurs 03/05 unternimmt Studienfahrt nach St. Gallen in der Schweiz. Highlights sind: Rolle Pflegender in Prävention, Palliative Care Konzept, Familienberatung und Austausch mit Onko-Kurs von St. Gallen. |
02/2004 | Christoph Harz vom Kurs 01/03 hat beim 26. Deutschen Krebskongress den KOK-Pflegepreis 2004 gewonnen. |
06/2002 | Das Universitätsklinikum Heidelberg wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe als Weiterbildungsstätte für Onkologie anerkannt. Diese erneute Anerkennung wurde mit dem Landesgesetz erforderlich und schafft damit die Voraussetzung und den Rahmen für die Fachweiterbildung "Pflege des krebskranken, chronisch-kranken Menschen". |
02/2001 | In Baden-Württemberg tritt die Rechtsverordnung über die Weiterbildung in den Berufen der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege auf dem Gebiet der Onkologie gemäß § 16 Landespflegegesetz in Kraft. |
05/2000 | Im Rahmen der Übergangsregelungen aus den Weiterbildungsempfehlungen der DKG für die Pflege in der Onkologie werden insgesamt vier Nachqualifizierungsseminare für Pflegepersonal mit 10 Jahren Berufserfahrung in der Onkologie und für Pflegepersonal mit 5 Jahren Berufserfahrung in der Onkologie angeboten. |
07/1999 | Die EONS gibt einen Akkreditierungsleitfaden zur Anerkennung von Weiterbildungskursen heraus. |
12/1998 | Auf Einladung der EONS und mit finanzieller Unterstützung der EU wird in Dublin die 2. Aufl. des Basislehrplans für einen Weiterbildungsgang für diplomierte Pflegende in der Onkologie erarbeitet und damit ein aktualisierter europäischer Standard für diese Weiterbildung geschaffen. Als deutsche Vertreter nehmen Burkhard Lebert als Weiterbildungsleiter vom Universitätsklinikum Heidelberg und Axel Doll als Absolvent dieser Weiterbildung von der Humboldt-Universität in Berlin teil. |
11/1998 | Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) gibt Empfehlungen für die Fachweiterbildung "Pflege in der Onkologie" heraus. |
1996 | Vorträge von Burkhard Lebert auf dem 22. Deutschen Krebskongress in Berlin und auf der 15. Jahrestagung der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württembergs (ATO-Tagung) zum Thema "Fachweiterbildung Onkologiepflege: Spezialisierung für wenige - Gewinn für viele?" bremsen weitergehende Spezialiserungsideen der onkologischen Weiterbildung. |
04/1994 | Burkhard Lebert übernimmt die Leitung der Fachweiterbildung "Pflege des Tumorpatienten und schwerst-chronisch Kranken". |
05/1992 | Start der 1. zweijährige Weiterbildung "Pflege des Tumorpatienten und schwerst-chronisch Kranken". |
09/1991 | Dem Antrag des Universitätsklinikums Heidelberg auf Anerkennung als staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte zur Pflege des Tumorpatienten und schwerst-chronisch Kranken wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe zugestimmt. Damit ist dies die erste staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte für diesen zweijährigen berufsbegleitenden Lehrgang in Deutschland. |
04/1991 | Beginn des 4. einjährigen Kurses. |
12/1990 | Die European Oncology Nursing Society (EONS) erarbeitet im Auftrag der EU und im Rahmen des Programms "Europa gegen den Krebs" den Europäischen Basislehrplan für einen weiterführenden Kurs in der Pflege Krebskranker. Vertreter Deutschlands waren hierbei Alrun Sensmeyer von der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg und Lore Kroeker vom Deutschen Berufsverband für Krankenpflege (DBfK). |
10/1990 | Der Onkologiebeirat des Sozialministeriums Baden-Württemberg stimmt in Ravensburg dem erarbeiteten Konzept der Weiterbildungsordnung von der Arbeitsgruppe (Alrun Sensmeyer, Prof. Schlag, Dr. Schwarz) zu. |
04/1990 | Beginn des dritten einjährigen Kurses. |
04/1989 | Beginn des zweiten einjährigen Kurses. |
12/1988 | Verhandlung mit dem BMA zur Weiterführung des Kurses mit dem Zusatz "chronisch Kranke". Hierdurch weitere Förderung durch das BMA. |
06/1988 | Beginn des 1. einjährigen Weiterbildungskurses. |
1987 | EG initiiert Kampagne "Europa gegen Krebs" welche in Deutschland vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung betreut wird. In diesem Rahmen Zusage der Förderung eines berufsbegleitenden Weiterbildungskurses für Krankenpflege in der Onkologie in Heidelberg vom Bundesmisnisterium für Arbeit und Sozialordnung in Bonn. |
1986 | Darstellung und Publikation des Basispapiers durch Prof. Schlag sowohl im Rahmen der ATO-Tagung (Arbeitstagung der Tumorzentren und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württembergs), als auch in der Zeitschrift "Deutschen Krankenpflegezeitschrift" 1986, Heft 2, Seite 120-123 "Fortbildung für Pflegepersonal in der Onkologie. Konzeption und Erfahrung am Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim". |
1985 | Kontaktaufnahme und Austausch mit der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., Deutsche Krebshilfe e.V., Bundesgesundheitsministerium, Sozialministerium Baden-Württemberg, Krebsverband Baden-Württemberg e.V. und Pharmazeutischen Industrie zur Realisierung einer berufsbegleitenden Weiterbildung. |
1985 | Erste Umsetzung des Konzeptes durch Realisierung einer Fortbildung für Krankenpflege in der Onkologie durch problembezogene Arbeitsweise und themenbezogene Fortbildungsseminare. |
1984 | Ausdehnung der Thematik auf die gesamte Onkologie und Abstimmung des Konzeptes im Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim. |
83/84 | Mitarbeiterinnen fahren ins Ausland zu Hospitationen und Kongressen. Frau Kusicka und Frau Sensmeyer nach St. Gallen/Schweiz und Frau Brudermüller zur 2. European Cancer Conference (ECCO 2) nach Amsterdam. |
1983 | Es entsteht die erste Initiative zur Förderung einer Weiterbildung von Krankenpflegepersonen in der Onkologie an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg unter Federführung von Herrn Vogel (Pflegebereich), Dr. Schwarz (Psychosoziale Nachsorge) und Prof. Dr. Schlag (Chirurgische Onkologie). |
1979 | Eröffnung der Station 8A durch Prof. Bokelmann. Damit wurde eine chirurgisch-onkologische Station in der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg eröffnet, die neue Anforderungen an die Pflegenden stellt: |
















