Historische Entwicklung des MTA-Berufs
Die Geschichte des MTA-Berufs geht auf Wilhelm Adolph Lette zurück.
1845
wurde W.A. Lette Präsident vom „Centralverein in Preußen für das Wohl der arbeitenden Klassen“. Zu dieser Zeit begannen die Frauen nach Erwerbsmöglichkeiten außerhalb des Haushalts zu suchen.
1865
verfasste Lette ein Schreiben, in welchem er vom Einsatz gewerblicher Frauenberufe in medizinischen Hilfs- und Pflegeberufen sowie der Möglichkeit, mikroskopische und chemische Präparate anzufertigen, sprach.
1866
Gründung des Lette-Vereins und Eröffnung des Lette-Hauses in Berlin
1870/71
Berufsausbildung für Krankenpflege im Lette-Haus
1890
Eröffnung einer fotografischen Lehranstalt
1895
Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte die X-Strahlen, Röntgenstrahlen genannt
1896
Ausbildung zur fotografischen Röntgenschwester
1902
Erweiterung des Unterrichts auf die Fächer Histologie und Mikroskopie und in den folgenden Jahren auch auf Klinische Chemie
1912
Erste „staatlich anerkannte Prüfung für fotografische und klinische Hilfsarbeiten“ an wissenschaftlichen Instituten. Am „Königlich Preußischen Institut für Infektionskrankheiten Robert Koch“ wurden die ersten Bakteriologiekurse eingerichtet.
1921
Technische Assistenten an medizinischen Instituten als offizielle Berufsbezeichnung
1958
Gesetz über die Ausübung des Berufs der MTA
1971
Aufgrund rasanter wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen Trennung der Ausbildung in 3 Fachrichtungen
- Laboratoriumsmedizin
- Radiologie
- Veterinärmedizin
1972
Inkrafttreten des MTA-Gesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
1993
Novellierung des MTA-Gesetzes mit Verlängerung der Ausbildung auf 3 Jahre und 4 Ausbildungsrichtungen
- Labor
- Radiologie
- Veterinär
- Funktionsdiagnostik
1994
In der 3-jährigen Ausbildung wird ab 1. Januar die Gesamtstundenzahl von 3.020 auf 4.400 Stunden angehoben

