Pflegefachfrau / Pflegefachmann

Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Berufsbild

Für die Ausbildungen in den Pflegeberufen gilt ab 2020 das Pflegeberufegesetz vom 17.07.2017 und die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Pflegeberufe vom 02.10.2018. Die Ausbildung schließt mit der Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau / Pflegefachmann" ab.

Fragen und Antworten zur neuen Pflegeausbildung ab 2020

Mit diesem Berufsabschluss können Sie in allen Einrichtungen in denen pflegebedürftige Menschen aller Altersstufen versorgt werden, Krankenhäuser, Pflegeheime, Hospize, Ambulante Pflegedienste u.a., arbeiten.

Pflege umfasst präventive, kurative, rehabilitative, palliative und sozialpflegerische Maßnahmen zur Erhaltung, Förderung, Wiedererlangung oder Verbesserung der physischen und psychischen Situation der zu pflegenden Menschen, ihre Beratung sowie ihre Begleitung in allen Lebensphasen und die Begleitung Sterbender.

Außerdem gehören zu den Aufgaben der Pflege die Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in den jeweiligen Pflegesituationen, die Mitwirkung an der praktischen Ausbildung in den Gesundheitsberufen, die eigenständige Durchführung von ärztlich angeordneten Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen.

Pflegefachfrauen / Pflegefachmännern sind folgende Tätigkeiten vorbehalten:

- die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs

- die Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses

- die Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege

 

 

Film und Flyer

Ausbildung am Universitätsklinikum Heidelberg

Flyer

Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Ausbildung

Das Universitätsklinikum Heidelberg oder das Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg schließen die Ausbildungsverträge. Die Akademie für Gesundheitsberufe führt die theoretische Ausbildung durch und ist für die Organisation der Ausbildung verantwortlich.

Unsere Lehrerinnen, Fachdozentinnen sowie die Praxisanleiterinnen der praktischen Ausbildung begleiten die Auszubildenden in Groß- und Kleingruppen sowie individuell. Neben der Vermittlung von Fachwissen ist uns das selbstgesteuerte und eigenverantwortliche Lernen im Selbststudium und bei Projektarbeit wichtig. Zur optimalen Nutzung der Lernangebote machen wir Ausbildungsanforderungen sowie Beurteilungskriterien transparent und stellen Lehrmaterialien über unsere Lernplattform zur Verfügung. Wir unterstützen die Auszubildenden berufliche Aufgabenstellungen selbständig, fachlich richtig und methodengeleitet zu bearbeiten. Unser Leistungsmessungskonzept bereitet die Auszubildenden schrittweise auf die Anforderungen der Abschlussprüfung vor.

Wir sichern die Qualität in der theoretischen und praktischen Ausbildung auf Basis der „Regelungsvereinbarung zur Ausbildungsqualität“, die das Universitätsklinikum Heidelberg abgeschlossen hat.

Auszubildende mit Allgemeiner Hochschulreife können parallel zur Ausbildung an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg "Interprofessionelle Gesundheitsversorgung (B.A.)" studieren.

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst 2.100 Stunden. Sie findet im Blockunterricht sowie an einzelnen Studientagen statt.

Grundlage der theoretischen Ausbildung ist der Bundesrahmenlehrplan nach dem Pflegeberufegesetz. Wir verknüpfen theoretisches Wissen mit der praktischen Ausbildung durch praktische Übungen, Praxisaufträge, problemorientiertem Lernen sowie durch Reflexion erlebter Pflegesituationen.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung beträgt einschließlich der tariflichen Arbeitszeit ca. 3.000 Stunden. Der überwiegende Teil der praktischen Ausbildung findet bei dem jeweiligen Träger der Ausbildung, dem Universitätsklinikum Heidelberg oder dem Krankenhaus Salem, statt. Dazu gehören auch Einsätze in der Kinderklinik und der Psychiatrischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg sowie bei kooperierenden Krankenhäusern. Außerdem sind jeweils 12 Wochen praktische Ausbildung in einem Pflegeheim und bei einem Ambulanten Pflegedienst vorgeschrieben.

Praxisanleiterinnen bilden die Auszubildenden vor Ort in den Kliniken und Einrichtungen aus. Die Schule betreut die Auszubildenden vor Ort durch regelmäßige Praxisbegleitung.

Im dritten Ausbildungsjahr absolvieren die Auszubildenden einen selbstorganisierten Wahleinsatz in Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland oder im Ausland.

In der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg werden die Auszubildenden auf HIPSTA - Heidelberger Interprofessionelle Ausbildungsstation eingesetzt.

Ausbildungsvertrag, Vergütung, Wohnraum

Ihren Ausbildungsvertrag schließen die Auszubildenden mit dem Universitätsklinikum Heidelberg oder dem Krankenhaus Salem der Evangelischen Stadtmission Heidelberg. Grundlage für den Ausbildungsvertrag sind die jeweiligen Tarifverträge.

Die Ausbildungsvergütung beträgt aktuell:

  1. Ausbildungsjahr   1.132 Euro
  2. Ausbildungsjahr   1.193 Euro
  3. Ausbildungsjahr   1.289 Euro

Sie erhalten eine betriebliche Altersversorgung, vermögenswirksame Leistungen, eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) sowie Zuschläge für Dienstzeiten an Sonn- und Feiertagen während der praktischen Ausbildung. Hinzu kommt:

  • Dienstkleidung, Arbeitsschuhe sowie Lehrbücher
  • Kostenübernahme für eine Familienheimfahrt im Monat
  • Job-Ticket oder MAXX-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr
  • 30 Tage Urlaub im Jahr sowie 8 freie Tage zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen
  • Wohnraum: Zimmer in Personalwohnheimen stehen zur Verfügung. Die Mietpreise liegen zwischen 117 und 200 Euro im Monat.

Ausbildungsbeginn, Voraussetzungen, Bewerbung

Die Ausbildung beginnt jeweils am 1. April und 1. Oktober eines Jahres.

Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung sind

  • Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige oder höhere abgeschlossene Schulbildung
  • Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, zusammen mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren oder einer abgeschlossenen Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe

Bewerbungen können jederzeit per Post oder E-Mail mit den folgenden Unterlagen eingereicht werden:

  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Schulabschlusszeugnis oder das aktuelle (Halb-)Jahreszeugnis (Kopie)
  • Zeugnisse bzw. Bescheinigungen über bisherige Tätigkeiten und Praktika (Kopie)
  • Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die den Schulabschluss im Ausland erworben haben: Einschätzung des Schulabschlusses durch das Regierungspräsidium Stuttgart
  • Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung, falls nötig

Wird die Zusage für einen Ausbildungsplatz erteilt, müssen noch folgende Nachweise erbracht werden:

  • gesundheitliche Eignung und Nachweis der Immunität gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Pertussis (Formular wird mit der Zusage zugeschickt)
  • polizeiliches Führungszeugnis

Kontakt

Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg
Pflegefachschule
Wieblinger Weg 19
69123 Heidelberg

Telefon 06221 56-5946
Telefax 06221 56-4968
E-Mail: afg.gkp@med.uni-heidelberg.de

Perspektiven

Übernahmegarantie nach Tarifvertrag am Universitätsklinikum Heidelberg

Auszubildende mit einem Notendurchschnitt von besser als 3,0 werden nach bestandener Abschlussprüfung im unmittelbaren Anschluss an das Ausbildungsverhältnis oder auf Wunsch der Auszubildenden bis zu sechs Wochen später in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen. Die übrigen Auszubildenden werden für die Dauer von einem Jahr in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis in Vollzeit übernommen.

In einem Klinikum der Maximalversorgung besteht permanenter Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern im Bereich der Intensivpflege, des Operationsdienstes, in den Funktionsabteilungen sowie im allgemeinen Pflegedienst.

Zur weiteren Qualifizierung bietet das Universitätsklinikum Heidelberg die staatlich anerkannten Weiterbildungen für die Bereiche Anästhesie und Intensivpflege, Operationsdienst sowie für die Pflege krebskranker, chronisch-kranker Menschen an.

 

 

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